Deutscher Gewerkschaftsbund

Junge Frauen kommen zu Wort - Britta

Wer weiß besser was junge Frauen wollen, als sie selbst? Wir haben junge Frauen in unterschiedlichen Lebenslagen zu ihrer Vorstellung von wirtschaftlicher Unabhängigkeit befragt.

Jede Frau verdient wirtschaftliche Unabhängigkeit, davon sind wir überzeugt! Mit unserem Projekt wollen wir die Frauen auf ihrem Weg dahin stärken und unterstützen. Besonders am Herzen liegt uns dabei den jungen Frauen eine Stimme zu geben, eine Möglichkeit sich zu äußern. Frauen, die sich z. B. gerade in der Ausbildung befinden, haben oft schon klare Vorstellungen von ihrem zukünftigen selbstbestimmten Leben. Wir haben sie darüber ausgefragt und spannende Einblicke bekommen.

Lachende junge Frau

DGB/Antonio Guillem/123rf.com

Britta, 23, Azubi, wohnt bei den Eltern

Britta macht eine Ausbildung zur Industriekauffrau, ist bereits im dritten Lehrjahr und wird ihre Ausbildung 2017 beenden. Nach wie vor lebt sie bei ihren Eltern, da sie mit ihrem Gehalt keine eigene Wohnung finanzieren kann.

Was bedeutet für dich wirtschaftliche Unabhängigkeit?

„Wirtschaftliche Unabhängigkeit ist für mich, wenn ich quasi tun und lassen kann, was ich möchte, dass ich für mich selber entscheiden kann, z. B. was ich kaufe, was ich allgemein konsumiere und dass ich in der Wirtschaft meinen eigenen Standpunkt habe. Und auf jeden Fall auch, dass ich später mal alleine leben kann, ohne von irgendjemandem abhängig zu sein, denn das möchte ich nicht.“

Und gerade, fühlst du dich wirtschaftlich unabhängig?

„Also gerade ist es schwierig, weil, ich finde, wirtschaftlich unabhängig sein fängt bei der ersten Wohnung an und die habe ich ja noch nicht. Ich bin schon noch, ich würde nicht sagen wirtschaftlich, aber abhängig von meinen Eltern. Also ist es mir jetzt sehr wichtig, dass ich später abgesichert bin. Deswegen kümmere ich mich bereits um meine Altersvorsorge, aber unabhängig bin ich im Moment noch nicht. Aber durch den Job jetzt immerhin schon mehr als damals während der Schulzeit oder im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ). Da ich bei meinen Eltern lebe, habe ich keine Fixkosten, außer vielleicht Auto und Handy. Und dadurch kann ich mir schon alles ermöglichen, was ich möchte. Für eine eigene Wohnung würde mein Gehalt nicht ausreichen, es ist ja nicht sehr ergiebig.“

Was wünschst du dir für deine Zukunft und was könnte herausfordernd sein?

„Ich weiß ja schon, dass ich übernommen werde, aber ich wünsche mir, dass ich noch auf meine Ausbildung aufbauen kann, z. B. durch einen Fachwirt. Heutzutage wird das öfter verlangt, weil eine „normale“ Ausbildung nicht immer den Standards entspricht. Dann möchte ich auf jeden Fall einen Job finden mit dem ich zufrieden und glücklich bin und bei dem ich auch entsprechend entlohnt werde. Das also in naher Zukunft. In weiterer Zukunft wünsche ich mir auch Familie, aber darauf konzentriere ich mich erstmal noch nicht.
Herausfordernd könnte schon der Berufseinstieg nach der Familiengründung werden, weil ich ja doch, zumindest bis jetzt noch, einen sehr alltäglichen Beruf habe. Bei der Rente mache ich mir keine Sorgen, da ich ja jetzt bereits vorsorge und wahrscheinlich eh bis 70 arbeiten muss – dann brauche ich auch nicht mehr so viel Geld (lacht).“

Das Projekt bei

Test: Bist du wirtschaftlich Unabhängig?

@wasverdientfrau auf Twitter